Gegen die kapitalistische GESamtscheiße! http://geskiel.blogsport.de Antikapitalistisches Begleitprogramm zum 'Global Economic Symposium' vom 4.-6.10.11 in Kiel Tue, 24 Sep 2013 11:21:15 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Hinweis: 28./29. September 2013 Kiel „Europa von unten!“-Kongress, die pumpe http://geskiel.blogsport.de/2013/09/24/hinweis-28-29-september-2013-kiel-europa-von-unten-kongress-die-pumpe/ http://geskiel.blogsport.de/2013/09/24/hinweis-28-29-september-2013-kiel-europa-von-unten-kongress-die-pumpe/#comments Tue, 24 Sep 2013 11:18:11 +0000 Administrator Veranstaltungen http://geskiel.blogsport.de/2013/09/24/hinweis-28-29-september-2013-kiel-europa-von-unten-kongress-die-pumpe/ > Programm [...]]]> EUROPA VON UNTEN!
Der Politik der Verelendung und Entdemokratisierung Widerstand entgegensetzen


Kongress 28./29. September | pumpe Kiel
(Haßstr. 22)

Anlässlich des Global Economic Symposiums des Kieler Instituts für Weltwirtschaft setzt der Kongress “Europa von unten” der herrschenden neoliberalen Erzählung zur europäischen Krise und den damit zusammenhängenden Kürzungs- und Armutsprogrammen eine solidarische, soziale und demokratische Perspektive entgegen.

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Programm & Infos

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Hinweis: 16.-19. Mai 2012 „Blockupy Frankfurt!“ http://geskiel.blogsport.de/2012/05/15/hinweis-16-19-mai-2012-blockupy-frankfurt/ http://geskiel.blogsport.de/2012/05/15/hinweis-16-19-mai-2012-blockupy-frankfurt/#comments Tue, 15 May 2012 12:09:51 +0000 Administrator Action http://geskiel.blogsport.de/2012/05/15/hinweis-16-19-mai-2012-blockupy-frankfurt/ > Bündnisaufruf von Blockupy Frankfurt >> Aufruf der interventionistischen Linken >> Aufruf der autonomen antifa [f] >> Infos zur Anreise aus Kiel beim Kieler Krisenratschlag ]]> Widerstand gegen das Spardiktat von Troika und Regierung – Für internationale Solidarität und Demokratisierung aller Lebensbereiche!

Europäische Aktionstage vom 16. bis 19. Mai in Frankfurt
Frankfurt (Main)

>> Bündnisaufruf von Blockupy Frankfurt
>> Aufruf der interventionistischen Linken
>> Aufruf der autonomen antifa [f]

>> Infos zur Anreise aus Kiel beim Kieler Krisenratschlag

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Hinweis: Mo. 30.4. Kiel „Revolutionäre & antifaschistische 1. Mai-Vorabenddemo“ 17 Uhr Waitzstr./Holtenauer Str. http://geskiel.blogsport.de/2012/04/16/hinweis-mo-30-4-revolutionaere-antifaschistische-1-mai-vorabenddemo-17-uhr-waitzstr-holtenauer-str-kiel/ http://geskiel.blogsport.de/2012/04/16/hinweis-mo-30-4-revolutionaere-antifaschistische-1-mai-vorabenddemo-17-uhr-waitzstr-holtenauer-str-kiel/#comments Mon, 16 Apr 2012 21:22:04 +0000 Administrator Action http://geskiel.blogsport.de/2012/04/16/hinweis-mo-30-4-revolutionaere-antifaschistische-1-mai-vorabenddemo-17-uhr-waitzstr-holtenauer-str-kiel/ > Auf­ruf des Vorbereitungskreises >> 1. Mai-Aufruf linksradikaler Gruppen aus S-H ]]> Am Vorabend des Naziaufmarsches am 1. Mai 2012 in Neumünster heißt es in Kiel:

GE­SCHICH­TE WIRD GE­MACHT – KA­PI­TA­LIS­MUS ZU GE­SCHICH­TE MA­CHEN!

30. April 2012 | 17 Uhr | Hol­ten­au­er Stra­ße/Ecke Waitz­stra­ße | Kiel

>> Auf­ruf des Vorbereitungskreises
>> 1. Mai-Aufruf linksradikaler Gruppen aus S-H

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Offener Brief von Scheißzeit und Avanti zur Präsentation von „Zeitgeist: Moving Forward“ im koki der pumpe Kiel http://geskiel.blogsport.de/2012/03/10/offener-brief-der-ag-scheisszeit-movement-und-von-avanti-projekt-undogmatische-linke-zur-praesentation-von-zeitgeist-moving-forward-im-koki-der-pumpe-kiel/ http://geskiel.blogsport.de/2012/03/10/offener-brief-der-ag-scheisszeit-movement-und-von-avanti-projekt-undogmatische-linke-zur-praesentation-von-zeitgeist-moving-forward-im-koki-der-pumpe-kiel/#comments Sat, 10 Mar 2012 16:06:11 +0000 Administrator Allgemein http://geskiel.blogsport.de/2012/03/10/offener-brief-der-ag-scheisszeit-movement-und-von-avanti-projekt-undogmatische-linke-zur-praesentation-von-zeitgeist-moving-forward-im-koki-der-pumpe-kiel/ Verschwörungstheorien und Technikwahn haben nichts mit fortschrittlicher Politik zu tun!

Zur Präsentation von „Zeitgeist: Moving Forward“ im kommunalen Kino der pumpe Kiel

Heute, am 10.3.2012, zeigt das koki in der pumpe Kiel den Film „Zeitgeist: Moving Forward“ von Peter Joseph, dem Gründer der „Zeitgeist-Bewegung“. Die Veranstaltung ist offen­sichtlich eingebettet in den international begangenen „Z-Day“ von „Zeitgeist“. In der Ankündigung findet sich, neben einer wohlwollenden Zusammenfassung des Filminhalts („Aus neuesten wissenschaftlichen Theorien über die ‚menschliche Natur‘, Geldsystem und Nachhaltigkeit entwickelt er ein neues Paradigma der sozialen Organisation, namentlich die ‚Ressourcenbasierte Wirtschaft‘“) ein Hinweis auf die Internetseite des Kieler Chapters von Zeitgeist. Außerdem verweist das koki auf den Wikipedia-Beitrag zu Zeitgeist – allerdings auf den sehr knappen Beitrag in der englisch-sprachigen, nicht auf den viel ausführlichen Beitrag in der deutschen Version, und das, obwohl es doch ausdrücklich betont, dass der Film in der synchronisierten deutschen Fassung gezeigt wird.

Zeitgeist und die deutsche Linke

Kein Wunder: in der deutschsprachigen Wikipedia wären Interessierte ja auch auf die umfangreich dokumentierte Kritik an Zeitgeist gestoßen. So warnte etwa die taz die Occupy-Bewegung, sie solle aufpassen, nicht „von einer obskuren sektenartigen Bewegung gekidnappt“ zu werden, und mehrere Occupy-Camps distanzierten sich bereits von Zeitgeist und seinen Inhalten. Diese Kritik muss den MacherInnen des koki bekannt gewesen sein, denn auch in der Kieler Linken war Zeitgeist schon Thema: so etwa im Zuge der Diskussionen um die inhaltliche Ausrichtung der Occupy-Bewegung, wo die verschiedenen Diskutierenden trotz aller Differenzen darin einig waren, dass Zeitgeist in der Bewegung nichts zu suchen hat, und auch das Kieler Occupy-Camp entschied sich, Flyer und Logos von Zeitgeist aus dem Camp zu verbannen (vgl. das Plenumsprotokoll vom 1.11.2011). Diese Auseinandersetzung, überhaupt die Kritik an Zeitgeist, wird in der Ankündigung des koki mit keinem Wort erwähnt.

Worauf bezieht sich nun diese Kritik? Wer sich ein wenig schlau macht über Äußerungen von deutschen Zeitgeist-VertreterInnen, stößt schon bald auf eine seltsame Mischung aus Politikfeindlichkeit, Verschwörungstheorien und tendenziell antisemitischen Äußerungen.

Kritik der Zeitgeist-Filme

Und genau diese Mischung findet sich auch in den „Zeitgeist“-Filmen. Insbesondere der erste Film bringt eine krude Mischung aus Verschwörungstheorien (zum 11. September, aber auch zur „Macht der Banken“), anti­semitischen Erklärungsmustern („geheime Gesellschaften“, die unsere Welt regieren, natürlich v.a. Juden) und reaktio­närem Antiamerikanismus (die USA seien verantwortlich für den Ausbruch des 1. und des 2. (!) Weltkrieges).

„Moving Forward“ ist da deutlich weichgespülter, grenzt sich auch zum Teil von den Verschwörungstheorien des ersten Teils ab, und enthält in seinen fast 3 Stunden Laufzeit auch einige Aussagen, denen für sich genommen zuzu­stimmen ist. Letztlich aber enthält auch Teil 3 der Zeitgeist-Serie Kritiken und Lösungsansätze, die nichts mit fort­schrittlichen Ansätzen gemein haben. Das fängt schon im ersten Teil, in dem es um die „Natur des Menschen“ geht, an: hier verbindet der Film Banalitäten zur gesellschaftlichen Determination menschlichen Verhaltens mit einem antimodernistischen und letztlich reaktionären Zurücksehnen in vermeintlich „natürliche“ und idyllische „primitive Gesellschaften“.

Der zweite Teil, untertitelt mit „Der Markt“, beschäftigt sich mit einer Kritik am kapitalistischen Wirtschaftssystem und seinen Theoretikern und enthält in seinen besten Teilen, etwa in der Kritik des „Konsumwahns“ als zentralem Problem, eine verkürzte Kapitalismuskritik. Und indem er die Kritik letztlich auf die Macht „des Geldes“ konzentriert und einen Gegensatz zwischen der positiv konnotierten Produktion „realer, handfester, lebensfördernder Handelsware“ und der zerstörerischen Finanzwirtschaft als zentrales Problem darstellt, reproduziert er letztlich antisemitische Klischees. Der Film lässt einen Wirtschaftswissenschaftler zum Unterschied zwischen der „Lebenswertschöpfungskette“ und der „Geldwertschöpfungskette“ sprechen – strukturell unter­scheidet sich das nicht großartig von der Unterscheidung zwischen „schaffendem“ und „raffendem“ Kapital, die wir vom „nationalrevolutionären“ NSDAP-Theoretiker Otto Strasser und von heutigen „Autonomen Nationalisten“ kennen.

Und auch das Gegenmodell zum Kapitalismus, das der Film entwirft, hat mit fortschrittlichen Ideen herzlich wenig zu tun, sondern wirkt wie ein Science Fiction-Film: Durch die Anwendung der – als vollkommen ideologiefrei phantasierten – wissenschaftlichen Methode auf menschliche Bedürfnisse soll jede Form von Politik oder „Meinung“ überflüssig werden. Kommunikation zwischen Menschen, Diskussionen um die Lösung gemeinsamer Probleme, überhaupt die menschliche Gestaltung der Umwelt – all das tritt zurück hinter Phantasien von Supercomputern, die alle Probleme lösen sollen. Auch gesellschaftliche Probleme wie Rassismus, Patriarchat usw. verschwinden auf geradezu magische Weise, sobald die Menschheit die Befriedigung ihrer Bedürfnisse der Planung durch Supercomputer überlässt. Effizienzwahn und Zentralisierung statt Basisdemokratie ist die Losung. Und am Ende zeigt der Film in einer pathetischen Revolutionsszene noch einmal, dass eben doch noch Verschwörungsdenken und verkürzte Kapitalismuskritik im Zentrum stehen – die Menschen laden ihr Geld vor den Zentralbanken ab, die mächtigen Männer hinter dem Vorhang geben auf, und alle Probleme sind gelöst.

AG „Scheißzeit-Movement“ und Avanti – Projekt undogmatische Linke

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Hinweis: 31. März 2012 „M31 – Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus“ http://geskiel.blogsport.de/2012/02/27/hinweis-31-maerz-2012-m31-europaeischer-aktionstag-gegen-den-kapitalismus/ http://geskiel.blogsport.de/2012/02/27/hinweis-31-maerz-2012-m31-europaeischer-aktionstag-gegen-den-kapitalismus/#comments Mon, 27 Feb 2012 10:39:20 +0000 Administrator Action http://geskiel.blogsport.de/2012/02/27/hinweis-31-maerz-2012-m31-europaeischer-aktionstag-gegen-den-kapitalismus/ Ein breites Bündnis linker Gruppen und anarchosyndikalistischer Basisgewerkschaften aus Griechenland, Polen, Spanien, Belgien, Italien, Niederlande, Österreich und Deutschland (M31), ruft für den 31. März zu massiven Protestaktionen gegen die autoritäre Krisenpolitik von deutscher Bundesregierung, EU-Kommission und EZB auf.

Auf diese Weise soll die grundsätzliche Kritik an der Verwertungslogik des Kapitalismus in die Praxis umgesetzt werden.

Bundesweite Demonstration am 31. März in Frankfurt
14:00 – Hauptbahnhof – Frankfurt/Main

Europa und die Europäische Union (EU) befinden sich im Ausnahmezustand. Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit dieser Katastrophenrhetorik werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die EU, ihre Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten setzen auf mehr “Wettbewerb” und einen brutalen Sparkurs, um das “Vertrauen” und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Genau damit aber bestätigen sie die destruktive Logik des Kapitalismus. Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von privatem Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

Die Krise hat System
Die kapitalistische Globalisierung der vergangenen Jahrzehnte hat die Konkurrenz der Unternehmen und Standorten zugespitzt. Alle führenden Industriestaaten haben ihre Märkte umfassend dereguliert. Sie haben soziale Sicherheiten gestrichen, öffentliche Güter privatisiert, die Rechte von Lohnabhängigen beschnitten und soziale Kontrollen verschärft, im Interesse eines möglichst ungehinderten kapitalistischen Wachstums. Doch selbst in Europa, auf der Sonnenseite dieses weltweiten Systems, wird unser Leben von Jahr zu Jahr unsicherer, und die soziale Spaltung nimmt zu. In den sogenannten “aufstrebenden Märkten” herrscht ohnehin eine permanente soziale Krise: Enteignung und skrupellose Ausbeutung mit staatlicher Rückendeckung, für ein nationales Wachstum, das nur Privilegierten zu Gute kommt. Die neoliberale Transformation der vergangenen Jahrzehnte hat auch die Finanzmärkte überkochen lassen. Ob DotCom-Boom, Immobilienfonds oder Derivatehandel – seit Jahren platzen die Spekulationsblasen, auf jeden Boom folgt ein Einbruch. Schuld daran sind nicht die vermeintliche Gier und Korruption einer kleinen Elite, wie viele glauben. Schuld ist die alltägliche Profitlogik, der wir alle unterworfen sind, ob wir wollen oder nicht.

Das EU-Regime knacken
2011 ist die europäische Schulden- und Währungskrise eskaliert. Einige Staaten stehen vor dem Bankrott, und gefährden damit den Euro. Vordergründig haben diese Staaten “über ihre Verhältnisse gelebt”. In Wahrheit haben auch sie nur versucht, über Schulden kapitalistisches Wachstum anzustoßen. Sie taten was alle tun, nur weniger erfolgreich. Ihre Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) und neue, milliardenschwere “Rettungsfonds” sind an rücksichtslose Auflagen gebunden. Eine europäische “Schuldenbremse” soll “die Märkte beruhigen”, natürlich zu Lasten von Lohnabhängigen, Erwerbslosen und Menschen in Ausbildung. Private Profite werden dagegen nicht angetastet. Ähnlich ergeht es den ost- und südosteuropäischen Beitrittskandidaten, die von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu umfassenden Kürzungen und Privatisierungsprogrammen genötigt werden. All das soll das krisenträchtige Wettbewerbsregime der EU schützen, und natürlich die Ansprüche der dominanten Ökonomien Kerneuropas: Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs konnten ihre Interessen fast ungehindert durchsetzen, trotz eigener politischer Differenzen. Kein Zweifel, in vielen Ländern wurde heftig protestiert. Überall sind Basisinitiativen entstanden, um die eigene politische Ohnmacht zu überwinden. Doch bislang blieben selbst Massenstreiks erfolglos. Die großen nationalen Gewerkschaften stützten letztlich doch die Standortpolitik ihrer jeweiligen Staaten und forderten allenfalls soziale Trostpflaster. Es gab keine effektive gewerkschaftliche Solidarität über Landesgrenzen hinweg. Wenn sich daran etwas ändern soll, müssen wir selbst dafür sorgen.

Wir können das besser
Die europäische Krisenpolitik ist so spekulativ, wie es der Kapitalismus immer war. Denn schärferes Sparen gefährdet die ökonomische Stabilität genau so wie Wachstum auf Pump. Es gibt im Kapitalismus keinen sicheren Weg, nur permanentes Krisenmanagement. Sollen wir unser Leben dafür verschwenden? Besser wir kämpfen gemeinsam gegen das Diktat des Marktes, und organisieren uns endlich europaweit. Der Europäische Aktionstag am 31. März 2012 ist dafür ein erster Schritt. Gleichzeitige Demonstrationen in mehreren europäischen Staaten sind mehr als ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität. Sie sind schon jetzt Teil einer europaweiten Diskussion und Vernetzung. Wir laden alle emanzipatorischen Initiativen ein, diesen Prozess mit zu gestalten. Wir müssen uns außerhalb der staatstragenden Institutionen organisieren, und einen langen Atem haben. Die Krise verläuft in unseren Ländern sehr unterschiedlich. Aber wir haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den Kapitalismus nicht retten, sondern überwinden. Wir widersetzen uns nationaler Interessenpolitik und nationalistischer Krisenideologie. Der Kampf gegen den fortgesetzten Abbau sozialer Sicherheiten und Rechte ist wichtig, aber unsere Perspektive muss weiter sein. Wir müssen die fatalen Zwänge des Kapitalismus und seiner politischen Institutionen brechen. “Echte Demokratie”, wie sie in vielen Protesten gefordert wird, das geht nur ohne Kapitalismus!

Weitere Infos: www.march31.net

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The challenge: Global crisis. Materialien für eine linke Krisenpolitik http://geskiel.blogsport.de/2012/02/06/the-challenge-global-crisis-material-fuer-eine-linke-krisenpolitik/ http://geskiel.blogsport.de/2012/02/06/the-challenge-global-crisis-material-fuer-eine-linke-krisenpolitik/#comments Mon, 06 Feb 2012 13:58:42 +0000 Administrator Allgemein http://geskiel.blogsport.de/2012/02/06/the-challenge-global-crisis-material-fuer-eine-linke-krisenpolitik/ > Das Skript von Daniel Dockerill zur Veranstaltung am 26. Januar in der pumpe findet ihr hier als pdf. >> Zur Krisenanalyse Tomasz Koniczs, der am 3. Februar in der [...]]]> Wir stellen an dieser Stelle Materialien bereit, die zur weitergehenden Beschäftigung mit den Thesen der zurückliegenden Veranstaltungen der AG „Scheißzeit-Movement“ für eine linke Krisenpolitik einladen sollen.

>> Das Skript von Daniel Dockerill zur Veranstaltung am 26. Januar in der pumpe findet ihr hier als pdf.

>> Zur Krisenanalyse Tomasz Koniczs, der am 3. Februar in der Hansa48 referierte, findet ihr auf telepolis eine umfangreiche FAQ zur kapitalistischen Dauerkrise aus seiner Feder.

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Kieler Krisenintervention http://geskiel.blogsport.de/2012/02/06/kieler-krisenintervention/ http://geskiel.blogsport.de/2012/02/06/kieler-krisenintervention/#comments Mon, 06 Feb 2012 13:40:57 +0000 Administrator Allgemein http://geskiel.blogsport.de/2012/02/06/kieler-krisenintervention/ Wir dokumentieren einen zusammenfassenden Rückblick der Linksjugend [’solid] Kiel auf die Interventionen aus der antikapitalistischen Linken in die lokalen Krisenproteste der vergangenen Monate.

Occupy, die Linken und die Krise

Von Zeit zu Zeit entstehen neue Protestbewegungen. Die deutsche Occupy-Bewegung wurde inspiriert durch die Besetzung des New Yorker Zucotti-Parks und den Protesten an der Wall Street. Mitte Oktober wurde zu deutschlandweiten Demonstrationen aufgerufen, in etwa zur gleichen Zeit entstanden Occupy-Camps in verschiedenen Städten.

Auch in Kiel gab es zwei Demonstrationen und es besteht weiterhin ein Camp am Kleinen Kiel zwischen HSH Nordbank und Sparkasse. Nicht ganz zufällig an diesem Ort, denn viele Protestcamper sehen in den Banken und Finanzmärkten und deren Personal (Banker, Spekulanten) die Hauptverantwortlichen der Krise.

>> Die Chronik von Occupy aus Sicht der Kieler Camper findest du hier.

Im Vorfeld der Kieler Proteste wurde von attac zwecks Vorbereitung dieser zu einem Ratschlag unter dem Motto „Entmachtet die Finanzmärkte“ eingeladen. Auf diesem Ratschlag tummelten sich auch einige aus der Anti-GES-Koordination, die bereits im September/Oktober Proteste und Veranstaltungen gegen das Global Economic Symposium (GES) organisiert hatten. Der GES-Kongress als mittelgroßer Gipfel der herrschenden Klasse dient dem Austausch von wichtigen Leuten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft mit dem Ziel Lösungen auf globale Probleme und Krisen zu finden. Die Linksjugend [’solid] Kiel war Teil des Bündnisses Anti-GES-Koordination und verwies auf einer Infoveranstaltung und in einem Redebeitrag auf der Demo darauf, dass die Lösungen der Herrschenden auf die Umweltprobleme des Planeten mittels des ‚Green New Deal’ eine Illusion und daher bloße ideologische Rechtfertigung des Kapitalismus ist. Zudem wurde zum „Mythos Finanzmarktkrise“ Stellung bezogen und die Krise als das benannt, was sie ist: eine kapitalistische Krise.

>> Zum Bericht über die Aktivitäten zum GES geht’s hier.

Denn genauso en vogue wie Nachhaltigkeitskonzepte und Umweltpolitik, ist derzeit die Finanzmarktkritik. Selbst die Kanzlerin übt sie mittlerweile. Schließlich ist die europäische Staatsschuldenkrise als Folge der Weltwirtschaftskrise für viele beängstigend und es müssen Schuldige ausgemacht werden für diese Krise. Wer bietet sich da mehr an als die ‚Bangster’? Schließlich, so die allgemein-deutsche Volksmeinung, ist doch klar, wer an der Krise Schuld hat: Finanzmärkte, Banken, Spekulanten usw. Auch die Occupy-Bewegung weicht davon in der Regel nicht ab, denn sie will ja eben die Meinung jenes Volkes der 99 % ausdrücken.

Angesichts dieser Umstände bei gleichzeitigem Unwillen, den Finanzmarktkritikern die Kommentierung der Krise auf der Straße zu überlassen, ergriffen einige aus der Anti-GES-Koordination die Initiative und veröffentlichten ein Flugblatt zur Kritik falscher ‚Krisenlösungsvorschläge’ und falscher Erklärungen der Krisenursachen.

>> Der Flyer ist hier nachzulesen.

Die Linksjugend [’solid] Kiel rief unter dem Motto „Die Krise heißt Kapitalismus“ dazu auf, linke Positionen auf der Demo am 22.10. deutlich zu machen. Die Demo wurde schließlich zum Startschuss für das Occupy-Camp und für eine längere Auseinandersetzung mit rechten, verschwörungsideologischen und antisemitischen Tendenzen in der Occupy-Bewegung. Es stellte sich heraus, dass auch in Kiel die Verschwörungssekte „Zeitgeist-Movement“ bei den Protesten involviert war. Die Menschen aus der Anti-GES Koordination, die sich kurz darauf „Scheißzeit-Movement“ nannten, intervenierten auf den alle zwei Wochen stattfindenden Ratschlägen, die dem Austausch und der Aktionsplanung rund um Occupy und Krise in Kiel dienen, und initiierten inhaltliche Diskussionen und forderten eine Positionierung des Ratschlags gegen reaktionäre Krisendeutungen ein. Zudem gab es eine Veranstaltung zur Kritik des Antisemitismus.
Es ging darum, bei der Occupy-Bewegung und ihre linken Sympathisanten, die sich ebenfalls auf den Ratschlägen einfanden, für die Notwendigkeit inhaltlicher Auseinandersetzungen zu werben und gleichzeitig Kritik zu üben an dem Entstehungsgrund der deutschen Occupy-Bewegung: Die diffuse Wut über die Gier der Banken.

Andreas von attac-Kiel übte Kritik an der Art dieser radikal linken Vorgehensweise in der LinX, der sozialistischen Zeitung für Kiel.

Eine ausführliche Erwiderung findet sich in der nachfolgenden Ausgabe der LinX. Im Artikel „Die Linken in der Krise“ wird die Frage aufgeworfen, wie linke Politik in der Krise aussehen sollte. Auf der einen Seite stehen jene auf möglichst breite Bündnissen bedachten Linken, die bei Occupy mitmischen wollen und dafür an notwendiger Kritik sparen. Das radikale linke Scheißzeit-Movement rief zur zweiten Demo im November hingegen zu einem eigenen Block auf und schrieben im Aufruf: „Nichtsdestotrotz werden wir in Zeiten, in denen die menschenfeindlichen Auswirkungen der kapitalistischen Produktionsweise auf die Insassen der durch sie strukturierten Gesellschaften offensichtlicher denn je zu Tage treten […] die öffentliche Kommentierung der Krise auf der Straße nicht irgendwelchen Verschwörungsfreaks, Antisemit_innen und sonstigen Irrationalist_innen überlassen. Wir wollen auf der Demo mit emanzipatorischen Positionen präsent sein und inhaltlich das gesamte kapitalistischen Scheißsystem, mitsamt seiner Verwertungszwänge und seines elendigen Konkurrenzprinzips zur Verantwortung ziehen. Denn nicht nur die Finanzmärkte gehören entmachtet, wie es das Demonstrationsmotto für Samstag einfordert, sondern der ganze Markt an sich abgeschafft.“

Dies sei allemal besser, als bloß dem Motto „Dabei sein ist alles“ zu folgen, indem möglichst breite Bündnisse mit den Bürgerlichen eingegangen werden, so die Autorin. Doch aus einem erfolgreichen Demoblock lässt sich nicht auf die Politikfähigkeit eben jener radikalen Linken schließen. Denn auch nicht die radikale, deutsche Linke setzt dem deutschen Kapital und seiner Krisenpolitik derzeit ernsthaft etwas entgegen.

>> Den ganzen Artikel findet ihr hier.

Die AG „Scheißzeit Movement“, eine schließlich aus der Anti-GES Koordination entstandene kleine Arbeitsgruppe, bringt sich weiterhin in die Krisenratschläge ein, wo mittlerweile konstruktiv über Krise und Politik diskutiert wird und das ‚Occupy-Camp’ nicht mehr im Mittelpunkt steht. Deutschlandweit scheint die Bewegung über ihr zwischenzeitliches Hoch im Herbst längst hinaus, mal sehen, ob sie noch einen Frühling erlebt. Doch die Diskussion um linke Politik in der Krise bleibt notwendig.

Zu diesem Zwecke führte die AG Scheißzeit-Movement zusammen mit der Basisgruppe Kiel der [’solid] am 26. Januar eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Die Linken in der Krise“ durch. Am 3. Februar schließlich ist der linke Publizist Tomasz Konicz zu Gast in Kiel um über die Hintergründe der Krise zu sprechen.

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Hinweis: Fr. 3.2. Veranstaltung „The challenge: Global crisis.“ 18 Uhr Hansa48 http://geskiel.blogsport.de/2012/01/16/hinweis-fr-3-2-veranstaltung-the-challenge-global-crisis/ http://geskiel.blogsport.de/2012/01/16/hinweis-fr-3-2-veranstaltung-the-challenge-global-crisis/#comments Mon, 16 Jan 2012 15:32:44 +0000 Administrator Veranstaltungen http://geskiel.blogsport.de/2012/01/16/hinweis-fr-3-2-veranstaltung-the-challenge-global-crisis/ Diskussionsveranstaltung für eine linke Krisenpolitik
mit Tomasz Konicz

Freitag 3. Februar 2012 | 18 Uhr | Hansastr. 48 Kiel

Überall türmen sich gigantische Schuldenberge auf. Wer ist nun schuld an der gegenwärtigen Schuldenkrise? Die faulen Südeuropäer oder unsere gierigen Banker? Wieso sollte der Kapitalismus, der als eine auf höchstmögliche Effizienz ausgelegte Wirtschaftsweise gilt, nicht mehr ohne Schuldenmacherei funktionieren? Was ist die Ursache dieser angeblichen Abhängigkeit des kapitalistischen Weltsystems vom Kredit? Welche Rolle spielen die Finanzmärkte? Es heißt doch überall, die bösen „Bankster“ haben uns die Krise mit ihrer maßlosen Gier eingebrockt… Was können die finanziell klammen Staaten nun überhaupt noch unternehmen? Welche Optionen hat die Politik noch? Wieso bildet Europa derzeit das globale Krisenzentrum, obwohl andere Staaten – wie etwa die USA – ähnlich hoch verschuldet sind? Wie schlimm wird die Krise werden? Worauf müssen wir uns einstellen?

Solche Fragen stellt sich in Anbetracht der jüngsten Weltwirtschaftskrise des Kapitalismus zwar nicht nur der freie Journalist Tomasz Konicz, wie zuletzt z.B. die zumindest kurzzeitige Mobilisierungskraft der transnationalen Occupy-Bewegung gezeigt hat. Er hat aber, anstatt bis in die politische Linke hinein verbreiteter, wenig emanzipatorischer Kriseninterpretationen, die fieberhaft nach austauschbaren Sündenböcken suchen, gleichzeitig auch Ansätze für Antworten parat, die in der rationalen Kritik der kapitalistischen Ökonomie und der von ihr strukturierten Gesellschaftsformen fußen.
Die Veranstaltung soll zur kollektiven Aneignung von Wissen über die Krisenursachen, den konkreten Krisenverlauf und seine Auswirkungen auf die globalen Realpolitiken als Fundament für eine dringend notwendige linke antikapitalistische Krisenpolitik beitragen.

Eine Veranstaltung der AG „Scheißzeit-Movement“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung SH.

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Hinweis: Do. 26.1. Veranstaltung „Die Linken in der Krise“, 19 Uhr pumpe http://geskiel.blogsport.de/2012/01/16/hinweis-do-26-1-veranstaltung-die-linken-in-der-krise-19-uhr-pumpe/ http://geskiel.blogsport.de/2012/01/16/hinweis-do-26-1-veranstaltung-die-linken-in-der-krise-19-uhr-pumpe/#comments Mon, 16 Jan 2012 15:28:32 +0000 Administrator Veranstaltungen http://geskiel.blogsport.de/2012/01/16/hinweis-do-26-1-veranstaltung-die-linken-in-der-krise-19-uhr-pumpe/ mit Daniel Dockerill

Donnerstag 26. Januar 2012 | 19 Uhr | die pumpe (Haßstr. 22) Kiel

Mit der durch eine immens erhöhte Staatsverschuldung angetriebenen Krise des Euro ist die Weltwirtschaftskrise, deren ersten dramatischen Höhepunkt wir im Herbst 2008 erlebt haben, in Europa in eine neue Phase eingetreten. Zugleich hat sich, orientiert an der demonstrativen Besetzung des Zucotti-Parks im New Yorker Finanzdistrikt, eine neue Protestszene entwickelt, die durch ähnliche Besetzungen symbolträchtiger Orte in Bankennähe anzeigt, wo sie den Kern des Krisenübels angesiedelt zu wissen glaubt. Auch hier am Kleinen Kiel gibt es zwischen Fördesparkasse und HSH Nordbank ein solches Camp, und in seinem Umfeld hat sich eine Debatte entwickelt über Sinn und Unsinn dieser Fixierung des Protestes auf die „Gier“ von Banken und Finanzmärkten. Eine Fixierung, die sich beileibe nicht beschränkt auf die recht überschaubare Szene der Occupyer, sondern in großen Teilen der politischen Linken zu Hause ist.
Radikal linke Kritiker dieser Krisendeutung bestehen zu Recht darauf, dass das Finanzwesen mit all seinen zum Teil hochspekulativen Auswüchsen zur kapitalistischen Produktionsweise unabdingbar dazugehört und daher dieses kapitalistische Ganze von Kritik und Protest nicht ausgespart werden sollte; dass es also, wie es in einem Aufruf von „Scheißzeit-Movement“ zur Demo am 12. November letzten Jahres heißt, um die „Überwindung der Gesamtscheiße“ zu gehen hätte.

Wie aber könnte sie praktisch werden, diese „Überwindung der Gesamtscheiße“? Wie müssten politische Schritte dazu aussehen, die im Hier und Jetzt sofort gegangen werden können? Die Finanzmarktkritik mag ja durchaus, argumentieren zu deren Gunsten manche Linke, nicht der Gipfel aller Weisheit sein, erbringt aber immerhin ein paar praktische Maßnahmen, für deren Durchsetzung man jetzt sofort mobil machen könne. Aber ist die Sache wirklich so harmlos?

Es tut sich hier ein argumentatives Loch auf, das in aller Regel von Finanzmarktkritikern wie radikal linken Kapitalismuskritikern gleichermaßen weiträumig ausgespart wird. In unserer Veranstaltung soll gezeigt werden, dass die Finanzmarktkritik in mancher Hinsicht namentlich dem deutschen Kapital und seinen Sachwaltern nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch recht gut in den Kram passt. Erweist sich doch die deutsche sogenannte Realwirtschaft im Großen und Ganzen bislang als ausgesprochener Gewinner der Krise. Gegen „Made in Germany“ ist auf Europas Märkten und auch anderswo zurzeit kaum ein Kraut gewachsen.

Wir wollen der Frage nachgehen, wie eine Kapitalismuskritik auszusehen hätte, die nicht nur mit schönen Worten dem Kapital im Allgemeinen den Kampf ansagt, sondern an der Entwicklung einer politischen Kraft arbeitet, die in der Heimat speziell des deutschen Kapitals diesem die Stirn zu bieten in der Lage ist.

Zum Referenten: Daniel Dockerill war an der Gründung der WASG in Kiel maßgeblich beteiligt, zeitweise Mitglied in deren Landesvorstand und ist seit der Fusion 2007 mit der Linkspartei.PDS zur Partei DIE LINKE deren Mitglied. Seit den 90er Jahren hat er sich mit der von Karl Marx begründeten Kritik politischen Ökonomie intensiv beschäftigt und im Rahmen des Zirkulars „übergänge zum Kommunismus“ eine Reihe von Texten zur Rezeption der Marxschen Kritik in der hiesigen Linken (u.a. umfangreiche Kritiken des Ansatzes von Robert Kurz) veröffentlicht.
Im Juni 2010 referierte er an der Kieler Uni auf Einladung des AK Kritischer Studierender, der Linksalternative Liste und des Netzwerks politische Bildung der LINKEN.S-H zur Einführung in das dreibändige Hauptwerk von Karl Marx: „Das Kapital“. Der daran anknüpfende Lesekreis trifft sich noch heute regelmäßig in der Alten Meierei.

Eine Veranstaltung der AG „Scheißzeit-Movement“ in Kooperation mit der Linksjugend [’solid] Kiel.

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Hinweis: Di. 22.11. Veranstaltung „Antisemitismus“, 19.30 Uhr pumpe http://geskiel.blogsport.de/2011/11/17/hinweis-di-22-11-veranstaltung-antisemitismus-zur-kritik-eines-antimodernen-ressentiments-19-30-uhr-pumpe/ http://geskiel.blogsport.de/2011/11/17/hinweis-di-22-11-veranstaltung-antisemitismus-zur-kritik-eines-antimodernen-ressentiments-19-30-uhr-pumpe/#comments Thu, 17 Nov 2011 00:51:33 +0000 Administrator Veranstaltungen http://geskiel.blogsport.de/2011/11/17/hinweis-di-22-11-veranstaltung-antisemitismus-zur-kritik-eines-antimodernen-ressentiments-19-30-uhr-pumpe/ Zur Kritik eines antimodernen Ressentiments. Über die Konstruktion antisemitischer Stereotype anhand der ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ und des Begriffs der ‚deutschen Arbeit‘.

Dienstag, 22.11.2011 | 19.30 Uhr | die pumpe, Seminarraum (Haßstr. 22) | Kiel

„Um die Nichtjuden zu schädigen, haben wir umfangreiche Stockungen (Krisen) im Wirtschaftsleben hervor gerufen.“ (aus ‚Protokolle der Weisen von Zion‘, gefälschte antisemitische Hetzschrift)

Seit Mitte Oktober 2011 entwickelt sich auch in Deutschland eine Variante der in New York entstandenen und von den vorhergegangenen Sommerprotesten der ‚Empörten‘ in Spanien inspirierten ‚Occupy Wall Street‘-Bewegung. In mehreren großen und mittelgroßen Städten kam es zu Demonstration mit teils einigen tausend Teilnehmer_innen, welche eine Welle von ‚Occupy-Camps’ nach sich zogen.

Während andernorts in Europa hartnäckig gegen EU-Spardiktate gekämpft wird und die ‚Occupy‘-Bewegung der Vereinigten Staaten sich zumindest teilweise so zuspitzte, dass z.B. in Oakland der viertgrößte Hafen der USA durch Streiks und Massenproteste lahmgelegt wurde, was massive Kämpfe mit der Staatsgewalt nach sich zog, sind die Proteste gegen die kapitalistische Krise in Deutschland bisher recht handzahm geblieben. Kein Wunder, denn Deutschland ist aus der Krise auf Kosten anderer EU-Mitgliedsstaaten bisher recht schadlos hervorgegangen und konnte seine politische und ökonomische Vormachtstellung in Europa sogar weiter ausbauen.

Trotz ihres transnationalen Ursprungs, der eine internationalistische Positionierung und somit einen Angriff auf das deutsche Kapital als krisenexportierender Lohndrückerweltmeister nahe legen würde, ist die ‚deutsche Wertschöpfungskette’ und das ‚deutsche Unternehmertum’ vom hiesigen ‚Occupy‘-Protest bisher weitestgehend verschont geblieben. Stärker sind innerhalb der heterogenen Bewegung dagegen solche Stimmen zu vernehmen, die die Banken auf ihr ‚ursprüngliches Geschäft’ beschränkt sehen wollen, bei dem der ‚kleine Mann’ sein Geld sparen kann und die Unternehmen ihre Kredite bekommen. Die ‚ehrliche Arbeit’ in der Realwirtschaft, die angeblich die symbolhaften 99% verrichteten, haben dieser Sichtweise zur Folge nichts mit der Krise zu tun. Vielmehr seien es angeblich ‚geldgierige Banker‘, die durch Spekulation und allerlei unmoralische Finanzgeschäfte eine Finanzkrise verursacht hätten.

Durch diese weit verbreitete, ob bewusst oder unbewusst vollzogene Trennung in ‚raffendes‘ und ’schaffendes‘ Kapital, sowie durch ihre gewollte inhaltliche Unbestimmtheit und dem Anspruch, eine alle Teile der Gesellschaft umfassende Volksbewegung zu sein, öffnet die ‚Occupy’-Bewegung auch dem Antisemitismus eine Flanke. So tummeln sich – neben vielen anderen, ob der kaum mehr zu übersehenden Widersprüche kapitalistischer Gesellschaften, richtigerweise Unzufriedenen – auf den Demos und Camps auch (teils organisierte) Anhänger_innen von Verschwörungstheorien oder Fans des Begründers der antimarxistischen ‚Freiwirtschaftslehre‘ und Antisemiten Silvio Gesell. Auch der ganz unverhohlene Rückgriff auf die Lügen und Symboliken der ‚Protokolle der Weisen von Zion‘, jener gefälschten, aber einflussreichen Basisschrift antisemitischen Verschwörungsdenkens, ist bundesweit wiederholt vorgekommen.

Da leider auch die Krisenproteste in Kiel nicht von solchen gefährlichen Tendenzen verschont geblieben sind, wollen wir mit einer Veranstaltung anhand der Beschäftigung mit jenen ‚Protokollen der Weisen von Zion‘ und dem ‚deutschen Arbeitsethos’ dazu anregen, zentrale Eckpfeiler antisemitischer und verschwörungstheoretischer Weltbilder in den Fokus der notwendigen Kritik zu rücken.

Die ideologische Basis des deutschen Arbeitsethos, die Überhöhung der ’schaffenden‘ Arbeit, findet sich schon im ausklingenden Mittelalter bei Martin Luther. Arbeit ist für ihn nicht mehr notwendiges Übel zum menschlichen Überleben, sondern wird hier religiös motiviert zum Segen, zur heiligen Pflicht, zum höchsten Mittel, um Gottes Gnade zu erhalten. Den Müßiggang wie auch die private Bereicherung und die Anhäufung von Reichtum – das spätere kapitalistische Prinzip aus Geld mehr Geld zu machen – lehnte Luther aber nicht bloß ab. Den Gegentypus zu seinem Ideal der ehrlichen, christlichen – letztendlich deutschen – Arbeit, sah Luther im Judentum, das für ihn sinnbildlich für Faulheit und Gier stand.
Die Arbeit war etwa 400 Jahre nach Luther schließlich auch der Dreh- und Angelpunkt in Adolf Hitlers hetzerischen Argumentation gegen das ‚Finanzkapital‘. Das Unternehmertum diene der ‚ehrlichen Arbeit’ – der Geldhandel hingegen schaffe keine Arbeit, er sei damit losgelöst von den Interessen der Volksgemeinschaft - „weil seine Träger die Juden international sind durch ihre Verbreitung über die ganze Welt“ (Hitler). Hitler wandelte den Selbstzweck der Arbeit als Gottesdienst (Luther) um zum Ehrendienst am deutschen Volke. Die ab 1933 verwirklichte nationalsozialistische Volksgemeinschaft war dann konsequenterweise auch nichts anderes als die Vereinigung der Kapitalbesitzenden und der Lohnabhängigen im Dienste der deutschen Arbeit gegen das ‚raffende Finanzjudentum‘, mit seinen bekannten mörderischen Folgen.

Die systemimmanenten Krisen des Kapitalismus, wie wir sie derzeit erleben, rufen logischerweise und völlig zu Recht wachsende Unzufriedenheit über die sich in dann verschärfenden Ungerechtigkeiten dieser unvernünftigen Gesellschaftsorganisation hervor. Diese führt im besten Fall zur Entwicklung und Durchsetzung von kollektiven Interessen der dadurch sozial weniger privilegierten Klassen oder sogar zur grundsätzlichen Infragestellung der Verhältnisse, kann aber auch emanzipationsfeindliche Formen der Kapitalismuskritik befördern, die selten ohne Elemente des Antisemitismus auskommen. Wie dünn dabei die humane Firnisschicht der Aufklärung in bürgerlichen Gesellschaften ist, hat die nationalsozialistische Barbarei, die in der Menschheitskatastrophe der Shoa mündete, auf nie mehr zu vergessende Weise deutlich gemacht. Im Angesicht der aktuellen Krise müssen wir uns in kapitalismuskritischen Bewegungen deshalb für die Entwicklung eines emanzipatorischen Ausweges aus den krisenhaften Verhältnissen des Kapitalismus auch mit irrationalen Weltsichten und vor allem mit dem häufig mit ihnen verworrenen Antisemitismus auseinandersetzen.

Eine Veranstaltung der AG „Scheißzeit Movement“ präsentiert von der Autonomen Antifa-Koordination Kiel.

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