Hinweis: Fr. 3.2. Veranstaltung „The challenge: Global crisis.“ 18 Uhr Hansa48

Diskussionsveranstaltung für eine linke Krisenpolitik
mit Tomasz Konicz

Freitag 3. Februar 2012 | 18 Uhr | Hansastr. 48 Kiel

Überall türmen sich gigantische Schuldenberge auf. Wer ist nun schuld an der gegenwärtigen Schuldenkrise? Die faulen Südeuropäer oder unsere gierigen Banker? Wieso sollte der Kapitalismus, der als eine auf höchstmögliche Effizienz ausgelegte Wirtschaftsweise gilt, nicht mehr ohne Schuldenmacherei funktionieren? Was ist die Ursache dieser angeblichen Abhängigkeit des kapitalistischen Weltsystems vom Kredit? Welche Rolle spielen die Finanzmärkte? Es heißt doch überall, die bösen „Bankster“ haben uns die Krise mit ihrer maßlosen Gier eingebrockt… Was können die finanziell klammen Staaten nun überhaupt noch unternehmen? Welche Optionen hat die Politik noch? Wieso bildet Europa derzeit das globale Krisenzentrum, obwohl andere Staaten – wie etwa die USA – ähnlich hoch verschuldet sind? Wie schlimm wird die Krise werden? Worauf müssen wir uns einstellen?

Solche Fragen stellt sich in Anbetracht der jüngsten Weltwirtschaftskrise des Kapitalismus zwar nicht nur der freie Journalist Tomasz Konicz, wie zuletzt z.B. die zumindest kurzzeitige Mobilisierungskraft der transnationalen Occupy-Bewegung gezeigt hat. Er hat aber, anstatt bis in die politische Linke hinein verbreiteter, wenig emanzipatorischer Kriseninterpretationen, die fieberhaft nach austauschbaren Sündenböcken suchen, gleichzeitig auch Ansätze für Antworten parat, die in der rationalen Kritik der kapitalistischen Ökonomie und der von ihr strukturierten Gesellschaftsformen fußen.
Die Veranstaltung soll zur kollektiven Aneignung von Wissen über die Krisenursachen, den konkreten Krisenverlauf und seine Auswirkungen auf die globalen Realpolitiken als Fundament für eine dringend notwendige linke antikapitalistische Krisenpolitik beitragen.

Eine Veranstaltung der AG „Scheißzeit-Movement“ in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung SH.